Caritas plant Börsengang

Neue Aktie könnte VW im DAX ersetzen

Frankfurt – Wie gut unterrichtete Quellen berichten, plant die katholische Kirche das Tochterunternehmen Caritas, in der die hochprofitable Asyl- und Migrationssparte gebündelt ist, im Frühjahr an die Börse zu bringen. Es wird erwartet, dass das neue Unternehmen vom Start weg in den deutschen Leitindex DAX aufsteigen wird und dort entweder den skandalumwitterten Automobilhersteller Volkswagen oder die kriselnde Deutsche Bank ersetzen wird.

Die durch den Börsengang eingenommenen Mittel sollen in die weitere Expansion und den Ausbau der Marktstellung in der boomenden Migrationsindustrie investiert werden. Zuletzt hatte die Caritas trotz rasanten Wachstums Marktanteile an die Wettbewerber Diakonie und AWO abgeben müssen. Caritas-Chef Cremer plant die Geschäftstätigkeit weiter auszuweiten und in Zukunft die gesamte Wertschöpfungskette von der Abholung im Herkunftsland bis zur Rundumversorgung in Deutschland abzudecken. Insbesondere das hochprofitable Schleppergeschäft im Mittelmeer soll nicht länger Konkurrenten wie Pro Asyl oder der Bundeswehr überlassen werden.

Dem Börsengang der Caritas könnte eine ganzen Reihe ähnlicher Konzerne folgen. Händler in Frankfurt sprechen schon von einer „New Economy 2.0“ und wittern eine neue Goldgräberstimmung. Der Umbau der deutschen Wirtschaft weg von den altbackenen Industrien hin zu einer modernen Wohlfahrtsgesellschaft schreitet weiter voran und wird sich zukünftig auch stärker im deutschen Leitindex widerspiegeln.