Dalai Lama erhält Einreiseverbot

Merkel: "Entscheidung war alternativlos"

dalai lama

Berlin – Es ist soweit. Die Bundesregierung hat den ersten Flüchtling an der Einreise gehindert.

Nach wiederholt kritischen Äußerungen über Masseneinwanderung drohen dem Dalai Lama – 1959 aus Tibet geflohen – harte Konsequenzen aus Deutschland. Ab sofort darf der 80-Jährige Buddhist deutsches Staatsgebiet nicht betreten, so Regierungssprecher Seibert. Die Bundesregierung beruft sich dabei auf einen Gesetzesparagrafen aus dem Asyl-Paket 2 wonach Menschen, die die verordnete Willkommenskultur in Frage stellen, in Deutschland “nicht willkommen” sind.

Auslöser war eine kontroverse Aussage des Dalai Lamas in einem Interview mit der Huffington Post, die gestern veröffentlicht wurde. Darin sprach sich der Geistliche für den Erhalt der deutschen kulturellen Identität aus: “Deutschland kann kein arabisches Land werden. Deutschland ist Deutschland”.

Am Rande einer Veranstaltung sagte Bundeskanzlerin Merkel, das Einreiseverbot sei notwendig geworden, weil der Dalai Lama Hass und Intoleranz verbreite. “Das geht nicht”, so Merkel.

Schon bei der 55. Jahresfeier des Tibetaufstandes fiel der höchste Geistliche des zentralasiatischen Staates mit rassistischen Äußerungen auf. Auch damals sprach er sich für kulturelle Selbstbestimmung aus:

„Der unverminderte Zustrom von Immigranten in unser Land, der die Wirkung hat, unsere ausgeprägte kulturelle und religiöse Identität zu überwältigen und uns zu einer unbedeutenden Minderheit in unserem eigenen Land zu reduzieren, läuft auf eine Politik des kulturellen Genozids hinaus. In den meisten größeren Städten sind wir heute bereits an den Rand gedrängt. Wenn dieser Bevölkerungsaustausch weiterhin zugelassen wird, wird unsere Kultur in wenigen Jahrzehnten zu existieren aufhören.“

Gerüchten zufolge soll sich der Dalai Lama derzeit in der Schweiz aufhalten wo er Meditationsseminare gibt. Der Bundesgrenzschutz wurde in Alarmbereitschaft versetzt.