Justizminister Heiko Maas bei Facebook gesperrt

Neue Richtlinie gegen Hetze und Hasskommentare trifft überraschend den Falschen

Hat wohl nicht die richtigen Worten gefunden: Heiko Maas

Erst vergangene Woche hatte sich der Justizminister mit Vertretern verschiedener sozialer Netzwerke getroffen, um sich über ein härteres Vorgehen gegen Hetze und Hassreden im Internet abzustimmen. Gerade von Facebook forderte Maas zuletzt ein entschiedenes Entfernen von problematischen Beiträgen und Kommentaren.

Nun sieht es so aus, als ob Facebook diese Aufforderung ein bißchen zu ernst genommen hätte. Ausgerechnet das Facebookprofil des Ministers fiel gestern den verschärften Regeln zum Opfer und wurde vorübergehend gesperrt. Grund dafür war wohl ein neuer Algorithmus, der automatisch anhand bestimmter Signalwörter einen Beitrag als Hate Speech einstuft und den Verursacher entsprechend sperrt. Wie es dazu kommen konnte, dass Maas einem Algorithmus zum Opfer fallen konnte, der dazu gedacht war rechte Hetzer zu stoppen, ist noch nicht bekannt und den Vertretern von Facebook äußerst unangenehm.

So empfiehlt man dem Minister auf Äußerungen wie “ widerliches Pack“, „Pöbel“, „Dunkeldeutschland“ und „abscheuliche Hetzer“ solange zu verzichten, bis die Facebook-Software überarbeitet wurde und solche legitimen demokratischen Meinungsäußerungen von der Hetze rechter Demagogen zuverlässig unterscheiden kann.