Festung Köln bereit für Silvester

Massive Polizeipräsenz soll unbeschwerte Feier ermöglichen

Die Kölner Bürgermeisterin Henriette Reker hat am Dienstagnachmittag das Sicherheitskonzept der Domstadt für die Silvesterfeiern vorgestellt. Die Zusammenziehung von Polizeikräften aus dem gesamten Bundesgebiet soll sicherstellen, dass sich die unglücklichen Ereignisse des vergangenen Jahrs nicht wiederholen. Neben einem massiven Aufgebot von Polizei und privaten Sicherheitskräften wird auch das Feldjägerbattalion 252 in Hilden in Einsatzbereitschaft versetzt, um gegebenenfalls in einer Zangenbewegung von Norden her auf die Domplatte vorzurücken.

Die Stadt Köln will durch die Präsenz schwer bewaffneter Spezialkräfte auch jungen Frauen eine unbeschwerte Teilnahme an der Silvesterfeier ermöglichen. Statt mit 150 Beamten wird die Kölner Polizei in diesem Jahr mit über 1.500 Uniformierten den Hauptbahnhof umstellen und mit Scheinwerferwagen die Domplatte ausleuchten, um sexuelle Übergriffe besser beobachten und dokumentieren zu können.

Damit es nicht wie kürzlich in Berlin zur versehentlichen Entzündung alkoholisierter Obdachloser kommt, soll zudem der Gebrauch von Feuerwerk in der Nähe des Hauptbahnhofs verboten werden. Aufgrund der intensiven Sicherheitsvorkehrung ist davon auszugehen, dass die Festung Köln in diesem Jahr hinreichend auf den Ansturm liebesbedürftiger Schutzsuchender vorbereitet ist. „Die Menschen sollen sich den Raum vor dem Dom zurückerobern“, ließ Reker gegenüber der Presse verlauten. Ob das ohne militärische Unterstützung möglich sein wird, bleibt abzuwarten. Jedenfalls hofft die Kölner Bürgermeisterin, dass die Verwandlung der Domplatte in einen Kasernenhof die ausgelassene Stimmung vergangener Jahre wieder aufkommen lassen wird.